Was ist Logistik? Die Definition & ihre Bedeutung einfach erklärt

Die Logistik ist zweifellos eine der größten Industrien und bildet das Herzstück der Weltwirtschaft. Sie umfasst eine breite Palette von Teilgebieten und Aufgaben, die es Unternehmen ermöglichen, ihre logistischen Prozesse reibungslos abzuwickeln.

In diesem Artikel wirst du auf leicht verständliche Weise erfahren, was Logistik ist, wie sie definiert wird und welche Bedeutung ihre Prozesse für die Geschäftswelt haben. Es wird dich mit Sicherheit überraschen, welch immense Rolle die Logistik in unserem täglichen Leben spielt.

Einfach erklärt: Was ist Logistik? Die Definition.

  • Logistik kann per Definition als "Nachschub" verstanden werden, da sie den Prozess beschreibt, durch den jemand, eine Gruppe oder ein Unternehmen mit allem Notwendigen versorgt wird. Die Logistik umfasst die Planung und Steuerung der Warenflüsse.

    Darüber hinaus umfasst Logistik auch den Personentransport und Informationsverkehr, doch in diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Warenlogistik, die unser Spezialgebiet ist.

  • Der Ursprung des Begriffs "Logistik" liegt im Altgriechischen und bedeutet wörtlich "Rechenkunst".

    Dies ist durchaus passend, da es eine äußerst komplexe Aufgabe ist, alle benötigten Waren zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen. Die Logistik bildet die Lebensader der Weltwirtschaft, ohne die unser Alltag nicht funktionieren würde.

    Egal, wo du dich gerade befindest - sei es zuhause, im Büro oder unterwegs - blicke um dich herum. Jedes Objekt in deiner Umgebung wurde an einem anderen Ort hergestellt und anschließend an seinen aktuellen Standort geliefert. Der Sessel, auf dem du sitzt, das Handy, auf dem du liest, und sogar der Zug, in dem du fährst, haben einen langen Weg hinter sich, denn zahlreiche Logistikunternehmen waren daran beteiligt, sie vom Hersteller bis zu dir zu bringen.

Denn ohne kontinuierlichen Nachschub:

  • Stehen zahlreiche Regale im Supermarkt leer, da Lebensmittel regelmäßig nachgeliefert werden müssen.
  • Erreicht kein Paket aus dem Online-Shop dich, wenn keine Artikel auf Lager sind.
  • Bleibt der Zapfhahn trocken, weil der Tanklaster ausbleibt und kein Benzin nachgeliefert wird.
  • Können Produkte nicht hergestellt werden, da wichtige Bauteile fehlen – sei es bei Laptops, Fahrzeugen, Möbeln, Medikamenten oder Baustoffen wie Ziegel und Zement.

Um all das zu verhindern, sorgt die Logistikbranche für einen ununterbrochenen Nachschub.

Was sind Logistikunternehmen? Was machen sie?

Die Logistik ist eine der größten Branchen weltweit und beschäftigt nur in Deutschland über drei Millionen Menschen und erwirtschaftet in Europa knapp 1 Billion Euro im Jahr

Diese riesige Zahl an Beschäftigten ist entlang des kompletten Logistik-Prozesses am Werk, auch bekannt als “Lieferkette” - unten erfährst du mehr dazu.
 

Folgende Unternehmen sind Teil der Logistikwelt:
 

 Transport-Unternehmen und Speditionen, die Rohstoffe und Güter vornehmlich über Land mit LKW und Luft, aber auch per Seeweg transportieren.

Einige der größten Speditionen weltweit sind: Kühne + Nagel, DHL, DB Schenker, Panalpina oder auch Sinotrans.
 

 Reedereien, mit ihren riesigen Containerschiffen, die auf den Transport von Waren aus Übersee spezialisiert sind.

Bekannte Reeder sind MSC, APM-Maersk, COSCO, Hapag-Lloyd oder Mediterranean Shipping.
 

 Versanddienste, die Pakete von Online-Shops an ihre KundInnen liefern. Viele große Versanddienstleister übernehmen auch Speditionsaufgaben.

DHL, die Post, GLS, UPS, FedEx und Royal Mail sind nur einige Beispiele.
 

 Fulfillment-Anbieter wie LOGSTA, welche die gesamte Logistik für E-Commerce Shops abwickeln.
 

 Lager, die Waren langfristig (zwischen-)lagern. Viele Lager gehören zu den größten Speditionen und Logistik-Konzernen oder werden von diesen gemietet:

Deutsche Post DHL, DB Mobility, Maersk, FedEx, UPS und Co.

 

 Verpackungsunternehmen, die Waren in großen Mengen (vor-)verpacken.

 

Die verschiedenen Teilgebiete der Logistik

Die Logistik umfasst eine Vielzahl von Teilgebieten, die alle dafür sorgen, dass der reibungslose Transport von Gütern von A nach B gewährleistet wird.
  

  • Die Beschaffungslogistik ist verantwortlich dafür, dass die richtigen Teile und Materialien rechtzeitig für die Produktion bereitstehen. Ein Beispiel wäre die Lieferung von Einzelteilen an ein Unternehmen, das Smartphones herstellt.
     
  • Die Produktionslogistik gewährleistet einen effizienten Produktionsablauf in den Fabriken. Sie kümmert sich um den reibungslosen Fluss der Materialien und den optimalen Einsatz von Maschinen und Arbeitskräften, um die Produktion in gewünschter Menge und Qualität zu ermöglichen.
     
  • Die Distributionslogistik sorgt dafür, dass die fertigen Produkte den Weg zu den Kund*innen finden. Ihr Ziel ist es, dass die Produkte termingerecht und in gutem Zustand bei den Kunden eintreffen.
  • Die Entschorgungslogistik ist dafür zuständig, was mit den Waren geschieht, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Sie kümmert sich um das umweltfreundliche Entsorgen oder Recyceln von Materialien und Produkten, um eine nachhaltige Ressourcennutzung zu fördern. Sie ist wichtiger Bestandteil jedes Teilbereiches der Logistik.
     
  • Oft unerwähnt, jedoch essentiell: Der Unterbereich der Lagerlogistik ist für die ordnungsgemäße Lagerung der Waren verantwortlich. Sie gewährleistet, dass die Produkte vor dem Versand an die Kunden sicher und leicht auffindbar gelagert werden und Bestellungen umgehend verschickt werden. Dieser Spezialbereich wird auch "Fulfillment" genannt, unser Geschäft. 
     
  • Die Transportlogistik, die wiederum Teil der Distributionslogistik ist, befasst sich mit dem Transport der Güter von einem Ort zum anderen. Dabei werden verschiedene Transportmittel wie LKW, Zug, Flugzeug oder Schiff eingesetzt, um die Sachen sicher und schnell ans Ziel zu bringen.
     

All diese Teilgebiete der Logistik sind miteinander verbunden und arbeiten Hand in Hand, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Logistik bedient sich dabei moderner Technologien wie GPS, um alles zu verfolgen und zu koordinieren. Zudem leisten zahlreiche engagierte Menschen in den verschiedenen Teilbereichen ihren wichtigen Beitrag, die Logistik überhaupt möglich machen.

Was sind Lieferketten und Supply Chains?

Eine Lieferkette, auch als "Supply Chain" bezeichnet, ist ein engmaschiges Transportnetzwerk, das einen kontinuierlichen Fluss von Gütern gewährleistet. 
 

Eine Lieferkette umfasst folgende Stationen: 

  • Beschaffung (von Rohstoffen und Gütern)
  • Zulieferung (zum Produzenten)
  • Produktion (Hersteller)
  • Verteilung (Lagerhaltung, Speditionen)
  • HändlerInnen (Stationäre Geschäfte und Online-Shops)
  • KundInnen (Versanddienste)
  • Entsorgung & Wiederverwertung (Logistikunternehmen)

Was ist "Just in time"?

Die sehr genaue, laufende Abstimmung jedes Zwischenschritts einer Lieferkette ist enorm wichtig, um Ressourcen sinnvoll zu nutzen und wirtschaftlich zu arbeiten.

Dieses System nennt man “Just in time” - gerade rechtzeitig: Es wird immer dann so viel geliefert, wenn es gebraucht wird. Effizienz wird hier groß geschrieben und darauf geachtet, keine Zwischenstation zu überlasten.

Damit Hersteller ausreichend Material zur Verfügung haben, welches sie in einer gewissen Menge verarbeiten können oder die Geschäfte mit der richtigen Menge an Produkten beliefert werden, ohne dass z.B. zu viel verderbliche Ware unverkauft entsorgt werden muss.

Smartphone Logistik: Praktisches Beispiel einer Lieferkette

Du brauchst dringend ein neues Handy und suchst nach dem neuesten Schrei im Internet. Et voilà - du wirst auf einem bekannten Internetportal fündig; es gibt dein Wunschmodell noch 4x auf Lager. Zack, mit einem Klick bestellt!

Doch was war nötig, damit das überhaupt hinhaut? So sieht diese Lieferkette im Groben aus - mit zahlreichen Logistikern, die dafür sorgen, dass nichts stillsteht:

  • Transportunternehmen, bzw. Speditionen bringen abgesprochene Mengen an Material regelmäßig von Rohstoffherstellern zu verschiedenen Handyteile-Produzenten.

  • Diese Zuliefer-Firmen transportieren in genau geregelten Abständen fertige Handyteile entweder an weitere Zulieferfirmen, oder direkt an die Fabrik der großen Handymarke.

    Das Smartphone-Unternehmen erwartet einen konstanten Fluss ganz bestimmter Mengen an Handyteilen, damit die Produktion nicht ins Stocken gerät - was zu großen Verlusten von Zeit und Geld führen kann.

  • Händler weltweit schließen Verträge mit Smartphone-Firmen und erwarten von diesen zu genauen Zeitpunkten die Lieferung ihrer Waren. Wenn die “Regale” der Verkäufer nicht ausreichend bestückt sind, leidet ihr Umsatz darunter und sie verlieren potentiell viele KundInnen.

    Dazu werden oft große Mengen an Waren - meist aus Asien - in die Lagerhäuser von Verkäufern, Online-Shops oder Fulfillment-Anbietern wie LOGSTA, weltweit verschifft

  • Hier kommst du ins Spiel und bestellst nun dein neues Smartphone.

  • Deine Bestellung kommt beim zuständigen Logistiker im Fulfillment Lager an, wo dein Handy sofort verpackt und an Versanddienstleister, wie der Post, übergeben wird.
     
  • Der Versanddienst bringt das Smartphone schließlich vor deine Haustür.

  • Was geschieht mit deinem alten, kaputten Handy? Du schmeißt so etwas Wertvolles natürlich nicht in den Restmüll, sondern bringst es in ein Recycling Center, wo alte Handys gesammelt und teilweise wiederverwertet werden können.
     
  • Auch hier kommen letztlich Logistiker zum Einsatz, die sich um den Transport zur Wiederverwertung oder Entsorgungsplätzen kümmern.

Wenn du Fragen zu Logistik, Lieferketten oder Fulfillment hast - oder Unterstützung bei deiner Logistik benötigst, wir helfen dir jederzeit!

Schreib uns ganz unverbindlich!

Das sind die größten Transportunternehmen der Welt

www.capital.de

Statistiken und Marktvolumen des Logistikmarktes - Statista

de.statista.com

GRUNDLAGEN DER LOGISTIK: OHNE LÄUFT NICHT VIEL

www.oncampus.de/blog/

Logistik und Häfen – das Fundament des deutschen Wohlstands

www.wfb-bremen.de

 


Bildquellen: 

Logsta © 2023

Canva


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